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Die von ihm aufgewandte Kompositionskunst mündete jedoch nicht etwa in Routine, sondern zeugt beständig von musikalischen Neuerungen aller Art und einem schier endlosem Erfindungsreichtum im Blick auf ausdrucksvolle und tiefsinnige Textbehandlung.

Bach gönnte sich gerade in den ersten Leipziger Jahren keine künstlerische Atempause, im Gegenteil: Selbst die sechswöchige und traditionell musiklose Zeit vor Ostern diente dazu, sich aufwändigeren Projekten zuzuwenden.

Auch auf Bachs Zeitgenossen müssen die Passionen des Komponisten eine irritierende Wirkung aus­geübt haben.

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Mit der gelang dem Thomaskantor ein großer Wurf, der zweifellos durch die vorangegangene reichhaltige Kantatenproduktion des ersten Leipziger Amtsjahrs beflügelt wurde.

Dennoch bietet gerade dieses Opus das vielleicht prominenteste Beispiel dafür, dass der Komponist Bach an seinen Repertoirestücken beständig weiterarbeitete und sie zu verbessern suchte, was in besonderem Maße für die größeren Vokalwerke galt.

Denn im Vormittagsgottesdienst am Karfreitag wurde traditionell vor der Predigt die Passionsgeschichte nach Johannes vom Chor in liturgischem Gesang und ohne Instrumente dargeboten.

Auf die kurze vierstimmige Einleitung »Das Leiden unseres Herrn Jesu Christi wie es St. Da man am Karfreitag wie allgemein an Sonn- und Feiertagen zweimal den Gottesdienst besuchte, bekamen 1724 die Kirchgänger nur wenige Stunden später im Vespergottesdienst eine moderne und kunstvoll für Chor und Orchester komponierte »musicirte Passion« zu hören.

Auf dem Programm steht eine der aufsehenerregendsten Produktionen jener Jahre: Bachs in der Inszenierung von Peter Sellars, die mit intensiven Bildern die meditative wie die dramatische Dimension des Werks akzentuiert.

Es singen der Berliner Rundfunkchor und ein hochkarätiges Solistenensemble.Diese beeindruckende Aufführung wird nun in dieser Saison mit dem nahezu gleichen Sängerensemble und dem Rundfunkchor Berlin wieder aufgegriffen. Im Alter von 38 Jahren übernahm er damit offenbar bewusst ein Arbeitspensum, das an Intensität alles bislang Gewohnte übertraf.Denn er hatte sich vorgenommen, in den ersten Jahren als Thomaskantor ein umfassendes Repertoire an Kirchenmusik zu erstellen, mit dem er auf längere Sicht die an den Sonn- und Festtagen erforderlichen gottesdienstlichen Aufführungen bestreiten konnte.Denn seit den Tagen der Reformation wurde in der Karfreitagsvesper hauptsächlich – und lediglich von der Gemeinde – eine Folge lutherischer Passionslieder gesungen, darunter vor allem die 15 Strophen des die gesamte Leidensgeschichte erzählenden Chorals »O Mensch, bewein dein Sünde groß«.Die Karfreitagsvesper verstand sich somit mehr oder weniger als ein musikalischer Gottesdienst, in dem die Kirchenlieder zur Verinnerlichung der Passionsgeschichte Jesu beitragen sollten.Auch Bach orientierte sich grundsätzlich an diesem Muster, das für seine späteren Passionsmusiken nach Matthäus und Markus gleichfalls Gültigkeit behielt.

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